Schallplatten gibt es ja auch noch …

… so argumentiert gewissermaßen KiWi-Verleger Malchow im Tagesspiegel vom 9.2.2009. Darauf meine Antwort:

Offensichtlich hat Herr Malchow noch keinen E-Book-Reader in der Hand gehabt: Die Geräte führen auf den Text zurück, auf das eigentliche Lesen. Schlechte Texte muss man aufwendig verpacken: Typografie, schicker Umschlag, dolle Haptik. Gute Texte packen ihren Leser gerade auf dem Lesegerät.
Es wird also das Gegenteil eintreten: Die Leser werden die Textqualität neu entdecken und es wird offensichtlich, dass die Verpackung unwichtig ist. Gnade Gott dem Verleger, der jetzt keine wirklich guten Texte hat und seine Leser an die fast kostenlos zu habenden Klassiker auf dem Lesegerät verliert. Herr Malchow argumentiert am Ende des Interviews nach dem Motto: „Schallplatten gibt es ja auch noch.“ Will offensichtlich in eine Niesche. Und sich vielleicht auch noch wie das von ihm gelobte Theater staatlich subventionieren lassen?

Siehe auch in diesem Blog:

https://selignow.wordpress.com/2009/01/03/ebook-reader-machen-spas/

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